Hotelfachmann/-frau · Übungsfall zur Ausbildung

Verkaufbare Zimmer und eine Gruppenanfrage abgleichen

Oskar prüft eine Gruppenanfrage für eine Nacht, in der ein Teil der Hotelzimmer wegen Reparaturen nicht verkaufbar ist und andere Zimmer bereits verbindlich belegt sind. Vier Aufgaben mit Bestandsübersicht und Lösungen führen dich zur verfügbaren Menge und zur Belegungsquote auf der angegebenen Basis; außerdem begründest du die nötige Klärung vor einer erweiterten Zusage.

Vier eigene Aufgaben · etwa 20 Minuten · Lösungen direkt aufklappen

Dein Fall: Zimmerverfügbarkeit und Belegungsquote

Oskar Lehn arbeitet an der Hotelrezeption. Das Haus hat 64 Zimmer. Vier sind wegen einer dokumentierten Reparatur für diese Nacht nicht verkaufbar; 48 der übrigen Zimmer sind verbindlich belegt. Ein Reiseveranstalter fragt 15 zusätzliche Zimmer an. Die Reparaturzimmer sind noch nicht freigegeben und werden deshalb nicht als verfügbar angeboten. Keine weiteren Abreisen oder Stornierungen ändern diesen Nachtbestand.

Eigene, vereinfachte Falldaten von Karriere-Route. Die Werte sind keine allgemeinen Normen, Herstellerangaben oder echten Patientendaten.

Arbeitsanlage

Zimmerübersicht für eine Nacht

Zimmerübersicht für eine Nacht
BestandZimmer
Gesamt64
Reparatur; nicht verkaufbar4
Verbindlich belegt48
Neue Gruppenanfrage15
Eigene Falldaten von Karriere-Route; keine Hersteller-, Norm- oder echten Patientendaten.

Vier Aufgaben zum Fall

Notiere zunächst deine eigene Antwort. Vergleiche danach deinen Weg mit der Lösung und den genannten Kriterien.

Aufgabe 1 · Entscheidung begründen

Welche Rückmeldung kann Oskar der Gruppenanfrage geben?

  1. Die vier Reparaturzimmer automatisch als bezugsfertig anbieten.
  2. Aus 64 Gesamtzimmern auf 16 freie Zimmer schließen und die Reparatur ignorieren.
  3. Alle 15 Zimmer ohne Rücksprache bestätigen.
  4. Es sind zwölf verkaufbare Zimmer frei; für drei weitere ist zunächst eine echte Alternative zu klären.
Lösung und Begründung ansehen

Richtige Auswahl: Es sind zwölf verkaufbare Zimmer frei; für drei weitere ist zunächst eine echte Alternative zu klären.

  • 1. Die vier Reparaturzimmer automatisch als bezugsfertig anbieten.
    Eine Reparatursperre ist keine fertige Zimmerfreigabe.
  • 2. Aus 64 Gesamtzimmern auf 16 freie Zimmer schließen und die Reparatur ignorieren.
    Die vier gesperrten Zimmer sind nicht verkaufbar.
  • 3. Alle 15 Zimmer ohne Rücksprache bestätigen.
    Die verfügbare Kapazität reicht für 15 Zimmer nicht aus.
  • 4. Es sind zwölf verkaufbare Zimmer frei; für drei weitere ist zunächst eine echte Alternative zu klären.
    64 − 4 − 48 = 12; gegenüber der Anfrage fehlen drei.

64 − 4 − 48 = 12; gegenüber der Anfrage fehlen drei.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Fachlich passende Auswahl aus den konkreten Falldaten

Aufgabe 2 · Rechnen und Bezugsgrößen prüfen

Wie hoch ist die Belegungsquote, wenn sie ausdrücklich auf die 60 verkaufbaren Zimmer bezogen wird?

Rechne mit den vorgegebenen Fallwerten und gib dein Ergebnis in % an.

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Ergebnis: 80 %

  1. Verkaufbare Zimmer: 64 − 4 = 60.
  2. 48 ÷ 60 × 100 = 80 %.

Die Bezugsgröße ist hier die verkaufbare Kapazität. Bezogen auf alle 64 Zimmer ergäbe sich eine andere Kennzahl.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Ansatz und Bezugsgröße nachvollziehbar
  • Ergebnis mit passender Einheit

Aufgabe 3 · Grafik oder Tabelle auswerten

Wie hoch ist die Belegungsquote für diese Nacht, wenn Oskar die tatsächlich verkaufbaren Zimmer als Bezugsgröße verwendet?

  1. 75 %.
  2. 105 %.
  3. 93,75 %.
  4. 80 %.
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Richtige Auswahl: 80 %.

  • 1. 75 %.
    75 % ist die Quote bezogen auf den gesamten Zimmerbestand. Gefragt ist ausdrücklich die Quote ohne die vier nicht verkaufbaren Reparaturzimmer im Nenner.
  • 2. 105 %.
    Die Anfrage ist noch keine bestätigte Belegung. Sie darf nicht wie eine bereits angenommene Buchung zum Zähler addiert werden.
  • 3. 93,75 %.
    60 ÷ 64 beschreibt den verkaufbaren Anteil des Gesamtbestands. Es ist keine Belegungsquote, weil die 48 belegten Zimmer darin fehlen.
  • 4. 80 %.
    64 − 4 = 60 verkaufbare Zimmer. 48 ÷ 60 × 100 = 80 %; der Nenner entspricht genau der gefragten Bezugsgröße.

Von den 64 Zimmern stehen vier wegen Reparatur nicht zum Verkauf. Für die gefragte Quote sind daher 60 Zimmer die Bezugsgröße. 48 davon sind belegt, also 80 %. Die ebenfalls berechenbaren 75 % beziehen sich auf alle 64 Zimmer und beantworten eine andere Frage.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Fachlich passende Auswahl aus den konkreten Falldaten

Aufgabe 4 · Auf den Arbeitsalltag übertragen

Der Reiseveranstalter möchte eine verbindliche Bestätigung für 15 Zimmer. Formuliere, was Oskar intern klären und mit dem Veranstalter abstimmen muss, bevor er die gesamte Gruppe einbucht.

Formuliere deine Antwort mit Bezug auf den Fall.

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Mögliche Antwort: Oskar legt der Abstimmung zunächst den verfügbaren Bestand zugrunde: Von 64 Zimmern sind vier gesperrt und 48 belegt, also bleiben zwölf verkaufbare Zimmer frei. Für die Anfrage fehlen drei. Mit den zuständigen Stellen klärt er, ob für diese drei Zimmer eine tatsächlich freigegebene Kapazität oder eine andere bestätigte Lösung verfügbar ist. Einen vermuteten Reparaturabschluss behandelt er noch nicht als Freigabe. Eine Alternative muss auch mit dem Reiseveranstalter vereinbart sein. Erst wenn der Umfang der Zusage feststeht, werden die angenommenen Zimmer eindeutig im Buchungssystem erfasst. Solange die Lücke offen ist, bestätigt Oskar nicht alle 15 Zimmer.

Die Anfrage ist noch keine Buchung und schafft keine zusätzliche Kapazität. Ausschlaggebend sind zwölf freie verkaufbare Zimmer bei einem Bedarf von 15. Die Antwort muss deshalb sowohl die drei fehlenden Zimmer als auch eine bestätigte, abgestimmte Lösung benennen. Die vier Reparaturzimmer dürfen nur mit tatsächlich vorliegender verantwortlicher Freigabe wieder als verfügbar gelten; die Rechnung selbst kann diese Freigabe nicht ersetzen.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Drei fehlende Zimmer und bestätigte Alternative
  • Verantwortliche Freigabe vor verbindlicher Buchung

Einordnung und Kompetenzrahmen

Diese eigenen Aufgaben greifen ausgewählte berufliche Kompetenzen auf. Sie sind keine amtlichen Prüfungsaufgaben und bilden keine vollständige Prüfung ab. Die folgenden Verweise dienen der fachlichen Einordnung; beachte deinen konkreten Ausbildungsgang und Jahrgang.

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