Kaufmann/-frau für Spedition und Logistikdienstleistung · Übungsfall zur Ausbildung

Fracht nach Volumengewicht und Tarifblöcken berechnen

Leon erstellt ein Angebot nach einem ausdrücklich vereinbarten Übungstarif, bei dem der höhere Wert aus tatsächlichem und Volumengewicht zählt und angefangene Gewichtsblöcke aufgerundet werden, sodass auch eine kleine Volumenänderung relevant sein kann. Vier Aufgaben mit Sendungstabelle und Lösungen zeigen die Berechnung und helfen, Faktor, Rundung und Geltungsumfang im konkreten Angebot eindeutig festzuhalten.

Vier eigene Aufgaben · etwa 20 Minuten · Lösungen direkt aufklappen

Dein Fall: Frachtberechnung und Gewichtsgrenzen

Leon Böttcher erstellt ein Angebot nach einer ausdrücklich vereinbarten Übungstarifregel: Berechnet wird je angefangenem 100-kg-Block des höheren Werts aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht. Das Volumengewicht beträgt in diesem Tarif 250 kg je Kubikmeter. Eine Sendung wiegt tatsächlich 420 kg und hat 2,4 m³ Volumen. Pro 100-kg-Block fallen 18 € netto an. Der Faktor ist eine reine Fallvereinbarung, keine allgemeingültige Transportregel.

Eigene, vereinfachte Falldaten von Karriere-Route. Die Werte sind keine allgemeinen Normen, Herstellerangaben oder echten Patientendaten.

Arbeitsanlage

Sendung und vereinbarter Tarif

Sendung und vereinbarter Tarif
AngabeWert
Tatsächliches Gewicht420 kg
Volumen2,4 m³
Tariffaktor250 kg je m³
Preis je angefangene 100 kg18 € netto
Eigene Falldaten von Karriere-Route; keine Hersteller-, Norm- oder echten Patientendaten.

Vier Aufgaben zum Fall

Notiere zunächst deine eigene Antwort. Vergleiche danach deinen Weg mit der Lösung und den genannten Kriterien.

Aufgabe 1 · Entscheidung begründen

Welche Abrechnungsbasis muss Leon nach dieser konkreten Tarifregel wählen?

  1. 600 kg Volumengewicht, weil es höher als das tatsächliche Gewicht ist.
  2. 2,4 kg, weil die Volumenangabe als Gewicht übernommen wird.
  3. 1.020 kg als Summe aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht.
  4. Nur 420 kg, weil ein tatsächlich gewogenes Gewicht immer jede Tarifregel ersetzt.
Lösung und Begründung ansehen

Richtige Auswahl: 600 kg Volumengewicht, weil es höher als das tatsächliche Gewicht ist.

  • 1. 600 kg Volumengewicht, weil es höher als das tatsächliche Gewicht ist.
    2,4 × 250 = 600 kg; 600 ist größer als 420.
  • 2. 2,4 kg, weil die Volumenangabe als Gewicht übernommen wird.
    Kubikmeter und Kilogramm sind nicht ohne Faktor austauschbar.
  • 3. 1.020 kg als Summe aus tatsächlichem Gewicht und Volumengewicht.
    Der Tarif verlangt den höheren Wert von 420 und 600 kg, nicht deren Summe.
  • 4. Nur 420 kg, weil ein tatsächlich gewogenes Gewicht immer jede Tarifregel ersetzt.
    Die vereinbarte Höherwertregel ist hier maßgeblich.

2,4 × 250 = 600 kg; 600 ist größer als 420.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Fachlich passende Auswahl aus den konkreten Falldaten

Aufgabe 2 · Rechnen und Bezugsgrößen prüfen

Wie hoch ist die Nettofracht nach der vorgegebenen Abrechnungsregel?

Rechne mit den vorgegebenen Fallwerten und gib dein Ergebnis in € an.

Lösung und Begründung ansehen

Ergebnis: 108 €

  1. Volumengewicht: 2,4 × 250 = 600 kg.
  2. Höherer Wert: 600 kg statt 420 kg.
  3. 600 ÷ 100 = 6 Blöcke; 6 × 18 € = 108 €.

Die 108 € gelten nur für den ausdrücklich vereinbarten Tarif ohne weitere Zuschläge.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Ansatz und Bezugsgröße nachvollziehbar
  • Ergebnis mit passender Einheit

Aufgabe 3 · Grafik oder Tabelle auswerten

Das Volumen wird vor der Angebotsfreigabe auf 2,41 m³ berichtigt. Gewicht und Tarif bleiben unverändert. Welchen Nettobetrag muss Leon nun ansetzen?

  1. 108,00 €.
  2. 108,45 €.
  3. 90,00 €.
  4. 126,00 €.
Lösung und Begründung ansehen

Richtige Auswahl: 126,00 €.

  • 1. 108,00 €.
    108 € waren sechs Blöcke bei 600 kg. Die korrigierte Menge überschreitet diese Grenze.
  • 2. 108,45 €.
    Damit würde die Fracht anteilig je Kilogramm berechnet. Vereinbart ist aber jeder angefangene 100-kg-Block.
  • 3. 90,00 €.
    Fünf Blöcke berücksichtigen weder das höhere Volumengewicht noch die Aufrundungsregel.
  • 4. 126,00 €.
    2,41 m³ mal 250 kg je m³ sind 602,5 kg. Das sind sieben angefangene Blöcke zu 18 € netto.

Nach der Berichtigung beträgt das Volumengewicht 602,5 kg und bleibt höher als die tatsächlichen 420 kg. 602,5 geteilt durch 100 sind 6,025; nach der vereinbarten Blockregel sind sieben Blöcke abzurechnen. Sieben mal 18 € ergeben 126 € netto. Der Betrag steigt gegenüber dem ursprünglichen Angebot um 18 €. Diese Regel gilt nur für den im Fall vereinbarten Tarif.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Fachlich passende Auswahl aus den konkreten Falldaten

Aufgabe 4 · Auf den Arbeitsalltag übertragen

Leon erläutert dem Kunden die Fracht für die ursprüngliche Sendung mit 2,4 m³. Formuliere einen Angebotsvermerk, der Sendungsdaten, Volumengewicht und die vereinbarte Blockabrechnung nachvollziehbar verbindet.

Formuliere deine Antwort mit Bezug auf den Fall.

Lösung und Begründung ansehen

Mögliche Antwort: Dem Angebot liegen 420 kg tatsächliches Gewicht und 2,4 m³ Volumen zugrunde. Mit dem vereinbarten Faktor von 250 kg je m³ ergibt sich ein Volumengewicht von 600 kg. Nach der Höherwertregel werden diese 600 kg angesetzt, nicht die 420 kg und auch nicht die Summe beider Werte. Abgerechnet wird jeder angefangene 100-kg-Block zu 18 € netto. Hier sind es genau sechs Blöcke, also 108 € netto für die so berechnete Fracht. Leon hält die zugrunde gelegten Sendungsdaten und die konkreten Tarifbedingungen im Angebot fest. Eventuelle weitere Angebotsbestandteile müssen ausdrücklich geklärt werden; die Fallregel gilt nicht automatisch für andere Transporte.

Zum prüfbaren Angebot gehören der Volumenfaktor, der Vergleich beider Gewichte und die Blockregel. „Angefangen“ bedeutet, dass ein nicht voller zusätzlicher Block dennoch zählt; beim ursprünglichen Volumengewicht von genau 600 kg bleibt es bei sechs Blöcken. Der Betrag von 108 € bezieht sich auf die ursprünglichen 2,4 m³. Die gesonderte Datenaufgabe mit 2,41 m³ führt dagegen zu 602,5 kg, sieben Blöcken und 126 €; sie darf nicht unbemerkt mit diesem Ausgangsangebot vermischt werden.

Worauf du bei deiner Antwort achtest

  • Faktor, Höherwert- und Rundungsregel
  • Maßbasis und begrenzte Geltung des Angebots

Einordnung und Kompetenzrahmen

Diese eigenen Aufgaben greifen ausgewählte berufliche Kompetenzen auf. Sie sind keine amtlichen Prüfungsaufgaben und bilden keine vollständige Prüfung ab. Die folgenden Verweise dienen der fachlichen Einordnung; beachte deinen konkreten Ausbildungsgang und Jahrgang.

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